Geht nicht! Datenschutz! Dies dürfte wohl die Antwort auf die bisher ungestellte Frage „Warum nutzen die Gesundheitsbehörden eigentlich nicht die vorhandenen Daten von Facebook, Apple und Google?“ sein…

Der Corona-Virus sorgt aktuell für viel Aufregung und Verunsicherung. Das ist verständlich, denn niemand möchte sich mit dem Virus infizieren. Besonders groß ist die Verunsicherung der Menschen, wenn die Frage ansteht „War ich auch zur gleichen Zeit dort, wo sich eine positiv getestete Person aufgehalten hat?“.

Kontaktpersonen in Sekundenschnelle finden

Machen wir uns nichts vor. Facebook, Apple und Google überwachen (fast) jeden Schritt von uns. Sie legen Bewegungsprofile an. Rund um die Uhr. Jeden Tag. Sie wissen wann wir unsere Wohnung verlassen, zur Arbeit fahren, mit dem Hund die Runde drehen, wo wir einkaufen gehen, welche Freunde (oder halt auch Fremde) mit uns zur gleichen Zeit am selben Ort waren. Alle drei Anbieter könnten mit nur einem Klick die Frage beantworten, wer mit wem zum Zeitpunkt X an einem Ort war. Die Suche nach möglichen Kontaktpersonen wäre in Sekundenschnelle beantwortet. Die Leistungsfähigkeit der lokalen Gesundheitsbehörden könnte so möglicherweise verbessert und unterstützt werden.

Datenschutz über Seuchenschutz?

Geht nicht! Datenschutz! Dies dürfte wohl die aktuelle Antwort sein. Klar, aus Sicht des Datenschutz ist solch eine Analyse von Bewegungsprofilen natürlich genau das, was die Gesetze verhindern sollen. Besondere Umstände fordern aber vielleicht besondere Lösungen. Eine technische Lösung, die nur denkbar ist weil Smartphone, Tablet oder Smartwatch tief in unser Leben eingedrungen sind. Viel tiefer als es ein Corona-Virus je kann.

Übrigens: Südkorea nutzt bereits genau diesen Weg: Seuchenbekämpfung mit social media Daten.